Neuigkeiten · 08.08.2026
Die Pipeline wusste nicht, was sie gestern war
Wie erkennt man in einer Vertriebspipeline, wo die Vorgänge verloren gehen?
Jeder Stufenwechsel wird jetzt mitgeschrieben. Daraus entstehen drei Zahlen, die vorher niemand hatte: wo Vorgänge verloren gehen, wie lange sie in jeder Stufe liegen und was in den nächsten Monaten zu erwarten ist. Auf den Karten steht die Liegezeit.
Was vorher das Problem war
Die Pipeline in televero zeigte schon bisher, wo ein Vorgang steht — mit Summe über jeder Spalte, gewichteter Prognose, Aktivitätsampel und Verschieben per Karte. Sie wusste aber nicht, wo derselbe Vorgang gestern stand. Damit blieben drei Fragen offen, die im Vertrieb jede Woche gestellt werden: Wo geht es verloren? Was liegt? Wie lange dauert das? „Wir verlieren viel" ist keine Aussage, mit der jemand etwas ändern kann.
So sieht das in televero aus
Schematischer Nachbau der Oberfläche, kein Bildschirmfoto — und das mit Absicht: Ein Foto veraltet still, sobald die Anwendung umgebaut wird. Der Nachbau liegt im Quellcode neben der Oberfläche und wird beim Umbau mitgeändert. Dieselben Schaubilder nutzt die Online-Akademie in den Kursen zur Bedienung.
Die Entscheidungen dahinter
- Mitgeschrieben wird der Wechsel, nicht der Bestand. Ein täglicher Abzug wäre einfacher und würde die Frage nicht beantworten: Wer am Montag von „Neu" direkt auf „Gewonnen" springt, hat die mittlere Stufe durchlaufen — ein Wochenabzug sähe ihn dort nie.
- Geschrieben wird an einer einzigen Stelle, am Datensatz selbst. Die Stufe ändert sich auf mindestens vier Wegen; vier Stellen zu pflegen heißt, die fünfte zu vergessen — und eine Historie mit Lücken ist schlimmer als keine, weil sie vollständig aussieht und falsch rechnet.
- Die Konversionsquote bezieht sich auf den Eingang einer Stufe, nicht auf die Abgänge. „Von zwölf, die hier ankamen, sind zwei weiter" sind 17 Prozent. Die Bezugsgröße „Abgänge" ergäbe 100 Prozent und rechnete die zehn Liegengebliebenen weg.
- Die Verweildauer wird nur über Aufenthalte gemittelt, die tatsächlich endeten. Laufende mitzuzählen machte die Zahl systematisch zu klein: Ein Vorgang, der seit drei Tagen dort liegt, ist noch nicht drei Tage gewesen, er ist es erst.
- Unter zehn Vorgängen wird keine Quote gezeigt. Drei von vier sind 75 Prozent und bedeuten nichts.
- Die Monatsprognose benennt ihre Lücken: wie viele offene Vorgänge keinen Wert und wie viele kein erwartetes Abschlussdatum haben. Geschätzt wird nichts — ein Vorgang ohne Angabe zählt als Lücke, nicht als Null. Sonst ist die Prognose eine Zusage, deren Lücke niemand kennt.
- Ein überfälliges Abschlussdatum zählt nicht mehr als Prognose, sondern erscheint gesondert: Es ist keine Vorhersage, sondern eine Frage an den Zuständigen.
- Auf jeder Karte steht, wie lange sie in ihrer Stufe liegt — ab drei Wochen rot. Die Aktivitätsampel half nur dort, wo jemand eine Aktivität geplant hat; wer einen Vorgang vergisst, plant auch keine.
- Endstufen liegen nie. Gewonnene und verlorene Vorgänge als „liegengeblieben" zu führen erzeugte eine Arbeitsliste, die nie leer wird — und die deshalb niemand ansieht.
- Für die Zeit vor dem 08.08.2026 gibt es keine Wechsel, und die Auswertung sagt das, statt eine leere Tabelle zu zeigen. Eine Auswertung ohne Daten sieht sonst aus wie eine Pipeline ohne Bewegung, und das ist etwas ganz anderes.
Für wen televero gedacht ist
Für Callcenter, Vertriebsagenturen und Door2Door-Vertriebe, die Carrier-Provisionen über mehrere Stufen weitergeben — vom Auftraggeber über den Mandanten und den Vertriebspartner bis zum einzelnen Verkäufer. televero rechnet ab und weist nach; es ist kein CRM-Ersatz und kein Dialer.
← Die Nummer stand im Beleg — und wurde weggeworfen · „Preis“ in der ersten Stufe ist etwas anderes als „Preis“ in der letzten →