Neuigkeiten · 08.08.2026
Die Nummer stand im Beleg — und wurde weggeworfen
Wie findet man den Vertrag zu einer Gutschriftposition, die der Carrier nicht zuordnen konnte?
Die Vertragsnummer aus dem Beleg bleibt jetzt an der Position stehen, und der Klärfall schlägt daraus einen Vertrag vor — mit Begründung und Prozentzahl. Bestätigen muss weiterhin ein Mensch.
Was vorher das Problem war
Der Import las die Vertragsnummer aus der Gutschrift, suchte damit einen Vertrag und warf die Nummer anschließend weg. Fand er keinen, entstand ein Klärfall „Kein Vertrag zuordenbar" — der dem Bearbeiter nichts an die Hand gab: nicht einmal die Nummer, nach der er suchen sollte. Er öffnete die Originaldatei, suchte die Zeile und verglich von Hand gegen eine Auswahlliste mit allen Verträgen des Mandanten. Die Auskunft lag im Beleg; sie wurde nur nicht aufbewahrt.
So sieht das in televero aus
Schematischer Nachbau der Oberfläche, kein Bildschirmfoto — und das mit Absicht: Ein Foto veraltet still, sobald die Anwendung umgebaut wird. Der Nachbau liegt im Quellcode neben der Oberfläche und wird beim Umbau mitgeändert. Dieselben Schaubilder nutzt die Online-Akademie in den Kursen zur Bedienung.
Die Entscheidungen dahinter
- Gleichheit war die falsche Schwelle. Carrier schreiben dieselbe Nummer mal mit Bindestrich, mal mit führenden Nullen, mal mit angehängter Positionsnummer — und bei den 1&1-Belegen stammt die Textebene aus einer Texterkennung, wo ein verlesenes Zeichen der Regelfall ist.
- Der Vorschlag nennt seinen Grund und seine Stärke: gleich nach Bereinigung, Nummer als Anfang der anderen, ein bis zwei abweichende Zeichen. Der beste steht im Auswahlfeld vorausgewählt.
- Vorgeschlagen, nicht verknüpft — auch bei Gleichheit nach Bereinigung. „4711-8" kann dieselbe Nummer in anderer Schreibweise sein oder die achte Position eines anderen Vertrags. Wer das automatisch entscheidet, hängt eine Provision an den falschen Vorgang, und beim nächsten Storno trifft die Rückbelastung den Falschen.
- Schwache Vorschläge werden nicht angeboten: Ein schwacher Vorschlag ist schlechter als keiner, weil ihn jemand anklickt. Kurze Nummern werden gar nicht unscharf verglichen, sonst passt „12" auf alles.
- Ein Vertrag eines anderen Carriers wird nie vorgeschlagen. Das wäre kein Vorschlag, sondern ein Fehler mit einer Prozentzahl daneben.
- Gibt es zu der Nummer nichts, steht das als Auskunft da: nicht „nicht gefunden", sondern „zu dieser Nummer ist kein Vertrag angelegt". Die Abhilfe ist dann eine andere — anlegen statt in der Liste weitersuchen.
- Die Rohnummer bleibt auch nach der Zuordnung stehen. Sie ist der Beleg dafür, was der Carrier behauptet hat; bei einer Reklamation ist genau das die Frage.
- Auch der Zusatz des Import-Adapters wird jetzt gespeichert — etwa „Seats: 12". Im Quelltext trug er seit jeher den Kommentar „hilft im Klärfall" und wurde trotzdem verworfen.
Für wen televero gedacht ist
Für Callcenter, Vertriebsagenturen und Door2Door-Vertriebe, die Carrier-Provisionen über mehrere Stufen weitergeben — vom Auftraggeber über den Mandanten und den Vertriebspartner bis zum einzelnen Verkäufer. televero rechnet ab und weist nach; es ist kein CRM-Ersatz und kein Dialer.
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