Neuigkeiten · 08.08.2026
Wer nur annehmen oder wegwerfen kann, prüft nicht
Wie prüft man einen maschinell erzeugten Schulungsentwurf, ohne ihn blind zu übernehmen?
Ein Kursentwurf lässt sich jetzt ändern, bevor er freigegeben wird: Folientexte, Fragen, Antworten und die Lösung stehen auf der Prüfseite als Eingabefelder. Wie viel korrigiert wurde, bleibt am Kurs stehen.
Was vorher das Problem war
televero kann aus einer Herstellerunterlage einen Kursentwurf erzeugen — Folien, Prüfungsfragen, Lösungen. Freigegeben wird er erst, wenn ein Mensch ihn gelesen hat; das war von Anfang an so, weil eine Qualifikation in televero darüber entscheidet, wer Leads bekommt. Nur hatte dieser Mensch bisher genau zwei Knöpfe: freigeben oder verwerfen. Wer beim Lesen eine falsch markierte Antwort fand, musste sich zwischen beidem entscheiden — falsch freigeben und seinen Leuten das Gegenteil beibringen, oder zwölf brauchbare Folien wegen eines Hakens wegwerfen. In der Praxis gewinnt in so einer Lage fast immer die Freigabe. Eine Prüfung, die nur zustimmen kann, ist keine Prüfung, sondern eine Abnahme.
So sieht das in televero aus
Schematischer Nachbau der Oberfläche, kein Bildschirmfoto — und das mit Absicht: Ein Foto veraltet still, sobald die Anwendung umgebaut wird. Der Nachbau liegt im Quellcode neben der Oberfläche und wird beim Umbau mitgeändert. Dieselben Schaubilder nutzt die Online-Akademie in den Kursen zur Bedienung.
Die Entscheidungen dahinter
- Geändert wird dort, wo gelesen wird: Folientitel, Inhalt, Merksatz, Fragetext, Antworten, Lösung und Begründung sind auf der Prüfseite Eingabefelder. Eine zweite Maske hätte bedeutet, den gefundenen Fehler erst wiederzufinden.
- Das Kästchen für die richtige Antwort steht neben der Antwort und nicht in einem Auswahlfeld darüber — der falsch gesetzte Haken ist die häufigste Korrektur überhaupt.
- Eine geänderte Folie gilt als von Hand geschrieben und wird beim nächsten Neuaufbau der Präsentation nicht mehr überschrieben. Ohne diese Kennzeichnung wäre die Korrektur irgendwann wieder weg, und niemand wüsste, warum der Fehler zurück ist.
- Alle Antworten anzukreuzen wird abgewiesen: Bleibt keine falsche übrig, ist es keine Frage mehr, sondern eine Aufzählung. Ebenso eine Lösung, die auf eine geleerte Antwort zeigt.
- Eine einzelne unbrauchbare Frage lässt sich entfernen, ohne den ganzen Entwurf zu verwerfen.
- Am Kurs steht, wie viele Korrekturen es gab, und die Zahl geht in den Freigabeeintrag. Sie ist kein Gütesiegel in beide Richtungen: Null Korrekturen können heißen „gut getroffen“ oder „durchgewinkt“. Welches von beidem, sagt die Zahl nicht — sie macht die Frage stellbar, und das war vorher nicht möglich.
- Nach der Freigabe laufen diese Wege ins Leere. Ein freigegebener Kurs wird über die normale Kurspflege geändert, mit denselben Regeln wie jeder andere — eine Sonderroute, die an der Freigabe vorbeiführt, hätte die Freigabe entwertet.
Für wen televero gedacht ist
Für Callcenter, Vertriebsagenturen und Door2Door-Vertriebe, die Carrier-Provisionen über mehrere Stufen weitergeben — vom Auftraggeber über den Mandanten und den Vertriebspartner bis zum einzelnen Verkäufer. televero rechnet ab und weist nach; es ist kein CRM-Ersatz und kein Dialer.
← Eine Ankündigung, die schon wirkt, ist keine Ankündigung · Was man dem Kunden sagt, muss man belegen können →