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Sicherheit und Nachweise

Was televero zum Schutz von Kundendaten tut — als Aussagen, die sich belegen lassen. Diese Seite trägt bewusst kein Siegel; warum, steht gleich hier und nicht im Kleingedruckten.

Kein Zertifikat — und deshalb auch kein Zeichen televero ist nicht nach ISO/IEC 27001 zertifiziert. Das Managementsystem für Informationssicherheit ist im Aufbau und an dieser Norm ausgerichtet; die Unterlagen dazu gibt es auf Anfrage. Ein Siegel dürfte nur eine akkreditierte Zertifizierungsstelle nach einem bestandenen Audit vergeben — und ein Zeichen ohne diese Grundlage wäre nicht bloß großzügig formuliert, sondern unzulässig (Anhang zu § 3 Abs. 3 UWG, Nr. 2 und Nr. 4). Wer Nachweise für eine Lieferantenprüfung braucht, bekommt sie als Unterlagen: Leitlinie, Risikoverzeichnis, Bewertung der Dienstleister, Meldewege, Auftragsverarbeitungsvertrag. Das ist das, womit ein Einkauf arbeiten kann — ein Bild ist es nicht.

Betrieb in Deutschland

televero läuft bei einem deutschen Auftragsverarbeiter; ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO liegt vor.

Es gibt keine Datenübermittlung in Drittländer als Teil des Regelbetriebs. Die Liste der eingesetzten Dienstleister — vier, einschließlich derer, bei denen keine Daten liegen — ist Bestandteil der Unterlagen.

Übertragung ausschließlich verschlüsselt

Jede Verbindung läuft über HTTPS. Ob das tatsächlich so ist, prüft televero laufend selbst und nicht nur bei der Einrichtung.

Der Systembericht meldet den Transportweg als eigenen Prüfpunkt. Eine Verschlüsselung, die einmal eingerichtet und nie wieder angesehen wird, ist eine Annahme.

Mandantentrennung in der Abfrage, nicht in der Prüfung

Die Zugehörigkeit zum Mandanten wird in jede Datenabfrage hineingeschrieben, statt hinterher geprüft zu werden.

Das ist der Unterschied, auf den es ankommt: Eine nachträgliche Prüfung kann vergessen werden, eine Bedingung in der Abfrage nicht. Vertriebsrollen sehen die eigene Leistung, aber keine fremden Beträge und keine Margen.

Anmeldung in zwei Schritten — für Verwaltungskonten verpflichtend

Konten mit Verwaltungsrechten müssen die Anmeldung in zwei Schritten verwenden. Abschalten ist für diese Konten gesperrt.

Eine Pflicht, die sich abschalten lässt, ist eine Bitte. Für alle übrigen Konten steht das Verfahren zur Verfügung; Ersatzcodes verhindern, dass ein verlorenes Telefon den Zugang kostet.

Wöchentlicher Abgleich der mitgelieferten Bibliotheken

Einmal pro Woche werden alle mitgelieferten Programmbibliotheken gegen das öffentliche Verzeichnis gemeldeter Schwachstellen abgeglichen.

Der Lauf meldet nicht nur Treffer, sondern auch, wenn das Verzeichnis nicht erreichbar war oder eine Fassung sich nicht beurteilen ließ. Ein Abgleich, der bei Störung schweigt, erzeugt Ruhe statt Sicherheit.

Jährliche Pflichtschulung für alle Zugänge

Jede Person mit einem Zugang absolviert jährlich einen Pflichtkurs zur Informationssicherheit; bestanden ist er ab 80 Prozent.

Der Kurs behandelt, was im Vertriebsalltag wirklich vorkommt: fremde Geräte, geteilte Zugänge, der Anruf von der angeblichen IT-Abteilung, das verlorene Telefon. Keine IT-Schulung — die Handgriffe, die den Unterschied machen.

Protokoll über jeden Vorgang

Wer was wann geändert hat, steht im Protokoll; sicherheitsrelevante Ereignisse zusätzlich in einem eigenen Sicherheitsprotokoll.

Damit ein Protokoll etwas wert ist, muss jeder Zugang genau einer Person gehören. Geteilte Zugänge sind deshalb nicht vorgesehen, sondern die Ausnahme, die begründet wird.

Auskunft, Export und Löschung

Auskunft und Datenexport lassen sich je Benutzer und je Kunde erzeugen; Löschfristen laufen als eigener Lauf und nicht von Hand.

Ein Löschkonzept, das jemand ausführen muss, wird irgendwann nicht ausgeführt. Freigaben vor der Löschung stellen sicher, dass nichts verschwindet, was noch gebraucht wird.

Rückbelastungen und Abrechnungen nur mit menschlicher Entscheidung

Eine Rückbelastung wird nicht automatisch verrechnet: Erst nach Freigabe durch eine Person, und bei Widerspruch erst nach dessen Bescheidung.

Das folgt aus Art. 22 Abs. 3 DSGVO. Es ist zugleich der Grund, warum in televero jede folgenreiche Automatik eine Stelle hat, an der ein Mensch sie anhält.

Meldeweg mit Fristen

Für Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten steht ein Meldeweg mit Kette und Fristen fest; televero meldet als Auftragsverarbeiter unverzüglich an den Verantwortlichen.

Die 72-Stunden-Frist des Art. 33 Abs. 1 DSGVO trifft den Verantwortlichen, nicht den Auftragsverarbeiter — für diesen gilt nach Art. 33 Abs. 2 „unverzüglich“. Wer das verwechselt, plant mit drei Tagen, die er nicht hat.

Jede Änderung mit Prüfungen und Rückweg

Vor jeder Auslieferung läuft der vollständige Prüfbestand. Jede Fassung trägt eine Nummer, und zu jeder gibt es den Weg zurück.

Zusätzlich wird zu jeder Änderung die Gegenprobe geführt: Die Änderung wird zurückgedreht, und die zugehörige Prüfung muss rot werden. Bleibt sie grün, ist nicht die Änderung fertig, sondern die Prüfung falsch.

Unterlagen anfordern

Für Ausschreibungen und Lieferantenprüfungen stellt televero die Unterlagen bereit, die ein regulierter Einkauf tatsächlich abheftet.

Auftragsverarbeitungsvertrag, Verzeichnis der Unterauftragsverarbeiter, technische und organisatorische Maßnahmen, Leitlinie und Risikoverzeichnis, Meldewege mit Fristen. Anfrage über die Kontaktangaben im Impressum.

Warum ein Vertriebspartner danach gefragt wird

Regulierte Unternehmen müssen die Sicherheit ihrer Lieferkette einbeziehen — und geben diese Frage an ihre Vertriebspartner weiter.

Für Vertriebspartner von Carriern heißt das: Die Frage nach den Nachweisen kommt, auch wenn das eigene Unternehmen selbst nicht reguliert ist. televero ist so gebaut, dass die Antwort vorliegt, bevor die Frage gestellt wird. Begriffe nachschlagen